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Westdeutsche Zeitung, 24.05.2006

Colja Dams in Merkels Delegation

Der Geschäftsführer der Vok Dams Gruppe ist bereits zum zweiten Mal Mitglied der Wirtschaftsdelegation bei einer Kanzlerreise.

Wuppertal. So langsam bekommt Colja M. Dams in diesen Dingen richtig Routine: Denn die Tour mit Bundeskanzlerin Angela Merkel war bereits die zweite Kanzlerreise nach China, an welcher der Geschäftführer der Vok Dams Gruppe teilnahm. Zuletzt war er mit Alt-Kanzler Gerhard Schröder im Dezember 2004 unterwegs.
Beide Male machten sich die Regierungschefs in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation auf die Reise. Diesmal war gar noch ein weiterer Wirtschaftsvertreter aus Wuppertal mit von der Partie: Auch Michael-Schädlich, Geschäftsführer der Dorma-Gruppe, die gerade eine 4-Millionen-Euro-Investition in Langerfeld abschloss, war mit Frau Merkel unterwegs.

Für die Vok Dams Gruppe bietet China einen Markt mit ausgezeichneten Chancen für Live-Marketing. Denn immer dort, wo unterschiedliche Kulturen im Geschäftsleben aufeinander prallen, sind offenbar Vermittler gefragt. Kein Wunder also, dass Colja M. Dams, der gerade erst noch als Gastgeber für die Verleihung der Urkunden an die Wuppertal-Botschafter agiert hat, bereits vor dem Merkel-Tross in China war und auch jetzt nicht mit Merkel zurück kommt, sondern noch einige Tage in China dranhängt.

Gleichwohl: Für die Wirtschaftsdelegierten zumindest untereinander war die Reise demnach sehr ergiebig.

Das Wuppertaler Unternehmen zeigt mit seiner Niederlassung in Peking nun schon seit einigen Jahren Präsenz: Zu den Aufgaben gehört es unter anderem, dafür zu sorgen, dass deutsche Unternehmen in China sowie umgekehrt chinesische Unternehmen in Deutschland den richtigen (Marketing-)Ton treffen. Die Vok Dams Gruppe selbst hat sich zudem längst für die Olympischen Spiele in Peking im Jahr 2008 aufgestellt.

Im laufenden Jahr rechnet man ferner mit einem deutlichen Umsatzplus von 10 Prozent. Das China-Engagement ist dabei vor allem perspektivisch einer der Wachstumstreiber. Einen weiteren Vorteil verspricht man sich von der Eröffnung einer Niederlassung in Hamburg, die dann den norddeutschen Raum abdecken und dem Wunsch der Kunden nach Nähe entsprechen soll. Die süddeutsche Region ist längst durch eine Dependance in München abgedeckt. Weitere Standorte außerhalb der Wuppertaler zentrale sind die USA und Paris.

24.05.06
Von Klaus Koch