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Westdeutsche Zeitung, 6. April 2006

Tagt das NRW-Kabinett im Jahr 2008 in der Stadthalle?

Zusagen über 300 000 Euro an Sponsorengeldern gibt es bereits. Jetzt bewirbt sich Wuppertal um die Ausrichtung des NRW-Tages 2008.

Wuppertal. Nordrhein-Westfalen soll sich Ende August des Jahres 2008 in Wuppertal treffen. Die Stadt bewirbt sich jedenfalls um die Austragung des NRW-Tages 2008. Das hat der Rat für den Fall beschlossen, dass der kommunale Eigenanteil in Höhe von 300 000 Euro durch Sponsorenzusagen gedeckt ist. Eben diese Zusagen gibt es nun, wie Andreas Kletzander, Geschäftsführer der Wuppertal Marketing GmbH, berichtet.Hintergrund: Die Landesregierung vergibt nach den Feiern zum 60-jährigen Bestehen des Landes NRW in den Folgejahren jährlich die Ausrichtung des NRW-Tages an interessierte Kommunen. Alle zehn Jahre zu runden Jubiläen findet die Veranstaltung dann erneut in der Landeshauptstadt Düsseldorf statt dazwischen abwechselnd im Rheinland und in Westfalen. Klar ist schon jetzt, welche Module im NRW-Tag-Programm enthalten sein sollen.

Das sind unter anderem Selbstdarstellung der lokalen Wirtschaft, Präsentation von Vereinen, Institutionen und ehrenamtlichen Initiativen, Kinderund Kulturprogramm, Innovation, Bildung und Forschung.

Das Konzept sieht Veranstaltungen für den Zeitraum vom 29. bis zum 31. August vor. Gedacht ist beispielsweise an eine Sitzung des NRW-Kabinetts in der Stadthalle, eine Vorlesung für Jedermann an der Bergischen Uni, die Errichtung einer so genannten Straße der Regionen an der B 7, eine Meile der Innovationen mit Erfindungen und Produktneuheiten von NRW-Unternehmen, eine lange Filmnacht mit Streifen, die einen NRWbeziehungsweise Wuppertal-Bezug haben, eine Lasershow entlang der Talachse mit zentralen Feuerwerken in Elberfeld und Barmen, eine Wohltätigkeitsveranstaltung, ein öffentliches Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten, ein Bildhauersymposium auf der Hardt, ein Oldtimerrennfahren im Bergischen Land.

Möglicherweise wird es auch einen Festumzug geben, der beispielsweise auf der Kaiserstraße stattfinden könnte. Die größeren Einzelveranstaltungen und Musikvorführungen sollen beim NRW-Tag auf gut erreichbaren Plätzen wie Robert-Daum-Platz, Laurentiusplatz, Ohligsmühle, Geschwister-Scholl-Platz steigen.

Ersten Planungen zufolge geht man davon aus, dass die Veranstaltung etwa eine Million Euro kosten wird. Für 300 000 Euro hat die Stadt bereits die besagten verbindlichen Sponsorenzusagen. Neben Landesmitteln kommen Gelder durch überregionale Sponsoren sowie Gastronomie und Merchandising hinzu.

Bis es so weit ist, müssen beim Land aber erst einmal die Vorzüge Wuppertals als Austragungsort Gehör finden. In Kurzform lauten diese Argumente so: Wuppertal verfügt über eine hohe Lebensqualität, Wuppertal ist ein starker Wirtschaftstandort, Wuppertal ist der ideale Ort für Großveranstaltungen.

 

06.04.06Von Klaus Koch