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„Bella Italia“ ab dem 10. Juli im Von der Heydt-Museum

Reisezweck? Vergnügen! So ließ es Heinrich Heine in seinen Pass eintragen, als er 1828 über die Grenze nach Italien fuhr. Ein pures Vergnügen wurde es nicht, wie man seinen Beschreibungen entnehmen kann. Doch der dichtende Wanderer fand die Stellen, wo auch für ihn die Zitronen so herrlich blühten wie zuvor für Goethe. Die Bildungsreise nach Italien – ein gesamteuropäisches Anliegen seit Jahrhunderten.

Mit „Bella Italia. Fotografien und Gemälde 1815—1900“ wendet sich das Von der Heydt-Museum der Sichtweise von Künstlern zu, die das Land bereisten. Dabei werden auch die Stereotype aufgedeckt, die so nachhaltig wirkten, dass sie noch heute das Erleben prägen. Deutlich wird vor allem, dass gerade die Fotografen das harmonische Bild Italiens zu vermitteln suchten, obwohl ihnen ein Medium zur Verfügung stand, das bequem eine rauere Wirklichkeit hätte einfangen können.

Die Ausstellung Bella Italia, konzipiert von Gerhard Finckh, Ulrich Pohlmann und Dietmar Siegert, präsentiert 210 Originalfotografien und Gemälde. Die Gemälde aus dem Von der Heydt-Museum sind fast ausnahmslos in der Spätromantik vor 1840 entstanden. Die Fotografien, von mehr als 50 der bedeutendsten in- und ausländischen Fotografen aufgenommen, stammen aus der Privatsammlung Dietmar Siegert und der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums. Zu sehen ist die Ausstellung vom 10. Juli bis zum 9. September 2012.